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Horst im Alltag

Montag, 3. August 2009

Klo(wn)house

Was ich am Samstag in der Pumpe beim sogenannten „Klownhouse-Summer Fest“ miterleben musste, lässt mir immer noch das Fell zu Berge stehen.
Bereits der weiße Elvis-Anzug mit Betonung jedweden noch so mickrigen Geschlechtsteils war nicht grad eine Augenweide. Aber ich bringe endgültig weder Humor noch Verständnis dafür auf, dass ich mit ansehen musste, wie der kleine, dicke, überall behaarte Mann sich aus diesem Kostüm auch noch herauspellt, um sein großes (!) Geschäft (!) auf der Bühne (!) zu verrichten.
Dieses Erlebnis finde ich eine so widerliche Zumutung, dass ich bedaure, überhaupt dagewesen zu sein und Eintritt bezahlt zu haben (tut mir leid für die anderen Bands, insbesondere für die, die anschließend noch auf die gleiche Bühne mussten).
Mag ja sein, dass ich die Aussage hinter besagter Aktion nicht verstanden habe, man möge versuchen es mir zu erklären.

Ein angewiderter Horst,
dessen Toleranz an dieser Stelle ein Ende hat.

P.S. Ich werde mich hüten, hier den Bandnamen geschweige denn einen Link zu posten.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Kreativität bedarf Unzufriedenheit

...so oder so ähnlich äußerte sich kürzlich - ja, wer eigentlich?- ich glaube es war Jim Rakete.
Wer mit sich und der Welt zufrieden sei, wolle konservieren, nicht gestalten. Da mag etwas dran sein.
Ich verwende das jetzt mal als Argument für meine Schreibblockade und denke nicht darüber nach, ob es nicht doch eher an meiner Bequemlichkeit liegt. Es ist doch so viel leichter, zu konsumieren als zu produzieren.
Und konsumiert habe ich. Oh ja, in vollen Zügen. Leichte wie schwere Kost.

Und etwas besonders schönes möchte ich an dieser Stelle dem geneigten Film- und Farbenfreund empfehlen:
Lulu & Jimi
Ein Film, der einfach gute Laune stiftet.
Und das sage ich nicht nur, weil ich mich schon wieder in eine Pudeldame verliebt habe.

Wie so manches Schicksal in diesem Film hatte aber auch sie keine Chance. Wenigstens durfte sie per Alkoholvergiftung entschwinden.
Mit wenigen Worten: Dieser Film ist Trash, grell, bunt und romantisch und nicht ohne Grund "mit Dank an D.L." David Lynch gewidmet.

Montag, 31. Dezember 2007

War´s das?

Blicken wir also mal zurück auf das Pudeljahr 2007... das Jahr, in dem ich mich von meiner (schreib-)faulen Seite gezeigt habe. Ohne Zweifel war es wieder ein schönes, glückliches, perfektes und abwechslungsreiches Jahr:
Mit einem Wort: 2007 war ROSA!



Besonders rosa wurde es in Berlin, als ich mich plötzlich und unerwartet auf dem CSD wiederfand,eine ganz besondere Party, an der ich gern ein weiteres Mal teilnehmen werde.



Rot und künstlich wurde es in Kassel auf der Documenta, vom leuchtenden Mohnfeld bis zur ausgestopften und arg ramponierten Giraffe, die vor Angst vor dem Krieg gestorben war, waren hier wirkliche Merkwürdigkeiten zu bestaunen und zu verarbeiten.



Mehr oder weniger schwarz waren die Festivals und Konzerte, die ich auch 2007 wieder besucht habe. Auf dem WGT und dem Amphi Festival habe ich neue kurze Bekanntschaften gemacht.


Bei den Bad Manners war ich Zeuge des wahrscheinlich ungewöhnlichsten Erlebnisses dieses Jahres: Das überraschende Wiedertreffen meiner alter Ego mit ihrer Freundin K., beide in S-H lebend treffen sich nach ca. 10 Jahren Funkstille zufällig auf einem Ska-Konzert in Berlin wieder, man musste an eine freundliche Fügung des Schicksals glauben!

Blau wurde es, seit ich eine neue Form des Reisens celebriere und die Spontaneität genieße, die so ein Bus ermöglicht!


Was gab´s sonst 2007? Sylt, Sächsische Schweiz, Malta.... viele schöne Kleinigkeiten, nette Menschen, gute Musik!

Ich wünsche euch allen ein lustiges 2008 und immer eine handbreit ROSA in den Gedanken!

Dienstag, 4. September 2007

Dark Dungeon

Vielleicht fehlt mir als Provinzpudel ein wenig der Überblick, um mich auf dem großstädtischen Parkett der Hamburger "schwarzen Zone" zu bewegen. Lese ich jedenfalls die bisherigen Kommentare über die "Dark Dungeon" Party am 01.09., beginne ich zu zweifeln, ob ich auf der gleichen Veranstaltung war.
Den ersten Teil der Lesung von Christian von Aster habe ich nur dank meiner neugierigen Spürnase überhaupt gefunden. Diese zeichnete sich dann durch die unfreiwillige Komik des Lichtschranken-Niesers und die musikalische Untermalung aus dem Hauptraum aus, war aber trotzdem wieder die Anreise wert. Zum zweiten Teil "Ich mache dann so in einer halben Stunde nach der Feuershow weiter" stand ich leider vor verschlossener Tür.
Pech gehabt. Lauschte ich halt der Musik, die ja offenbar "gewagt" und "ungewöhnlich zusammengestellt" war.
Gewagt war in meinen Ohren vor allem der Wackelkontakt in den Lautsprecherkabeln, der ein unablässiges laut/leise-Schwanken verursacht hat.
Möglicherweise wurde die Auswahl ja nach meinem Entschwinden geradezu bahnbrechend? Zwischen 22 und 1:30 Uhr konnte ich allenfalls Phillip Boa und Billy Idol als Abwechslung ausmachen.
Im Dunkel des Dungeon geblieben ist für mich auch, wann und wo Release und Verlosung des neuen Albums von Joachim Witt stattgefunden haben. Aber womöglich habe ich da einen weiteren Nebenraum glatt übersehen.
Beeindruckend war hingegen die "Kulisse" der Party, das Hamburger Dungeon ist für eine solche Party natürlich in besonderem Maße geeignet. Vielleicht sind damit die 10,- Eintritt auch gerechtfertigt, nicht zu vergessen, inkl. Begrüßungssekt!
Mein Fazit: Gute Idee, perfekte Location, ... Organisation und Information stark verbesserungsbedürftig.
So will ich abschließend Dungeon selbst zu Wort kommen lassen:

"Within its walls lie more than 2,000 years of gruesomely authentic history vividly brought back to life..... and death. As you delve into the darkest chapters of the grim and bloody past, recreated in all its dreadful detail, remember: everything you experience really happened...."

Montag, 20. November 2006

Bambi in Rotwein

Im Rahmen einer verpflichtenden vorgezogenen (Weihnachts-)feier hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, gemeinsam mit 11 weiteren Vergnügten im Kieler Haus der Famile einen Teamwork Abend "Kochen und Essen in der Gruppe" zu überleben.
Meine Begeisterung wuchs nach ungezügelter Vorfreude (habe mich in einem Anfall von Mut in letzter Sekunde gegen Spontan-Erkrankung entschieden) nicht nur aufgrund der Speisenauswahl unaufhörlich.

Rehragout !

... Muss nur ich da automatisch an große Augen mit waaahnsinnig langen Wimpern denken?

Aber ich wollte ja tapfer sein, schließlich gab es ja auch noch Beilagen!
Der Klopfer des Abends wurde dann auch nicht das tote Rehlein, sondern die professionelle Anleitung.
Die aus dem Kurs "Kochen mit Kindern" erfahrene Frau Doppel-Name ließ es sich nicht nehmen, zur Einführung alle möglichen unverständlichen Informationen über die immerhin 7 verschiedenen Gerichte in die Runde zu werfen, um dann die nun vollständig verwirrte Gruppe in die Küche zu entlassen. Hilflos aber teamfähig machten sich alle in losen Gruppierungen über einzelne Arbeitsschritte her. Frau Doppel-Name verlor daraufhin nicht nur den Überblick sondern auch die Nerven. Anstatt mit professionellen Strategien zu reagieren, setzte die von ihrer üblichen Klientel bekannte Trotzphase ein. "Hätte ich geahnt, dass die meisten von Ihnen bisher höchstens in einer Küche gestanden haben..." oder "Wir hätten doch wohl besser eine bunte Pizza zusammen belegt" waren die motivierenden Sprüche, die wir uns neben regelmäßig gekreischtem "Was machen SIE denn da?!" anhören mussten. Zum Glück haben wir uns daran erinnert, dass die meisten von uns erstens freiwillig und zweitens zum Vergnügen da waren. Was blieb uns also neben Rotweinverköstigung (Solidarität mit dem marinierten Bambi!) als Spaßfaktor noch übrig: Die seit Welpentagen beliebte Zermürbungsstrategie "Warum?" - Warum darf ich Kürbis nicht mit dem Sparschäler schälen? Warum darf ich nur in einer Rührschüssel rühren? Und wie sieht die überhaupt aus?
Die meistens Warums des Abends blieben unbeantwortet, ich weiß jetzt nur, dass man Speisen niemals in Glasschüsseln mischen oder in Metallschüsseln rühren darf.
Und weil ich das auch nicht getan habe, konnten 13 Personen von 7 märchenhaften Speisen probieren, in aller Stille, ohne Widerworte.

Donnerstag, 21. September 2006

Funky Pudel Potatoe

Jan Delay im Max:
Zur 1000%igen Qualität der superpräzisen Profimusiker will ich mich als (fast)Laie gar nicht äußern, mehr zur Stimmung:
Es war vielleicht das erste Konzert, zu dem die Leute erstens wegen der Musik gekommen sind, zweitens selbige auch noch kannten und drittens das auch gezeigt haben!
Anders als so oft, wenn gelangweilte pseudocoole Menschen in der Gegend rumstehen und maximal mit dem Fuß wippen oder zur Zugabe einmal ihre Handflächen bewegen, war hier Party von der ersten Note an.
Singen und Tanzen noch hinter den Mischern! (...denn die sind vergiftet...")

Alle Songs des Abends aufzuzählen wäre zu viel, aber:
BASS BASS wir brauchen BASS! -> Super: "Türlich Türlich" mit der Musik von "Word Up"
Wollt ihr kuscheln? -> Auch live zu Tränen rührend "Für immer und Dich"
Einzig denkbares Ende: "Im Arsch"

Und weil ich den Text so prima finde, aber eigentlich keine Kartoffeln mag, ende ich mit:
"Ich bin ne Kartoffel und ich bin cool damit
Ich nehm das Thema her und schreibe noch 'n Superhit
Über dieses öde Gemüse und seine Eigenschaft,
Stärke zu besitzen, aber leider keinen Geschmack!
...
Gehts um Entertainment bei unserm Knollengewächs
Sag ich "Bonjour Tristesse" und zwar im vollen Effekt
Nee, wir haben andre Hobbys, andre Vorlieben:
Regeln vorschreiben oder auch Riegel vorschieben
Ja, wir scheißen auf Mucke, wollen lieber bausparen
Darum haben andre Bob Marley und wir haben Klaus Lage
...
Wir tragen die schlimmsten Klamotten:
Die Hosen Karotten und Sandalen mit weißen Socken
Hab ich sie im Ausland getroffen, hab ich mich stets geschämt
Und sie waren noch nicht mal besoffen

...
Aber wenn das, was ich gerade hier gelabert habe stimmt
Wieso kann ich dann verdammt nochmal so cool sein wie ich bin?"



Also alle die Feiern wolln sagen HEY
und alle die rocken wolln die sagen HO
ihr seid auf jeden fall richtig bei Jan Delay
wir bringen den Scheiß hier zum Kochen und das geht so...

Horst macht das klar!

Dienstag, 25. Juli 2006

Wasch mir das Fell, aber mach mich nicht nass!

Wie ihr wisst verfüge ich über einen schier unbegrenzten Schatz an Weisheiten und Redewendungen für jeden Tag. Betrüblich ist nur, dass so selten auf Klugpudel Horst gehört wird. Konnte ich im Heidepark gerade noch verhindern, dass mein zarter rosa Körper gar zu sehr durchgeschüttelt wurde, so musste ich doch unversehens teilhaben am heimischen Waschtag! Nur weil der eine oder andere Mensch der Meinung war, mein rosa wäre langsam von einer gräulichbraunen Schmutzschicht überdeckt, die es zu entfernen galt.
Und so musste ich befürchten, dass es sich schon um meine letzten Worte handeln würde, als ich ausrief:

"Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass!


Die Welt stand plötzlich mehrere Runden Kopf, Wasser strömte aus allen Richtungen und ein Hauch von Pfirsichduft durchdrang jede Faser. Dann endlich Ruhe... und abhängen im schützenden Wäschebeutel.



Nun wissen wir wenigsten alle mit Bestimmtheit, wie ein
begossener Pudel tatsächlich aussieht.

Ich hoffe, dass Sonnentrocknung zumindest bei Pudeln keine Falten gibt!
Euer Strahlemann Horst ;-)

Dienstag, 11. Juli 2006

Die letzte Pointe

Rudi Carell hat mir meinen Welpen-TV-Dauerkonsum schon früh mit viel Spaß versüßt. Unzählige Folgen "Am laufenden Band" "Verflixte 7" und "Herzblatt" werde ich gesehen haben. Noch heute kenne ich weite Textstrecken des Gassenhauers "Goethe war gut" auswendig. Und ich fürchte, ich habe auch einige seiner Filme gesehen.
Nach der unerträglich unkomischen "7 Tage 7 Köpfe" Show hat er nun am Schluss doch nochmal so richtig Humor bewiesen:
Als Begründung, warum er keine öffentliche Beerdigung will, soll er gesagt haben:
"...aus Angst vor den Jacob Sisters. Mit ihren komischen Pudeln zerstören sie doch jede Atmosphäre!"

Eine gelungene letzte Pointe, Rudi,
findet Horst,
Pudel mit Atmosphäre.

Samstag, 8. Juli 2006

Goldene Ananas

Die Darstellung der Flagge musste heute etwas grobschlächtiger ausfallen, da die filigranen Zutaten leider schon zum Frühstück verputzt wurden. Nun ist es aber keineswegs so, dass nur noch grün und rot übrig blieb und ich aus der Not eine Tugend gemacht habe. Ganz und gar nicht. Da "Horst von Delphi" vorhergesagt hatte, dass Portugal Weltmeister wird, muss doch wohl wenigstens der 3. Platz - die sogenannte "goldene Ananas" dabei rauskommen (selbige könnt ihr bereits in der Mitte der Flagge bewundern).
Mein Tip: 1:3 für Apfel-Kiwi-Ananas!
Edit: War wohl doch nix? Aber 2 Tore hatten die Portugiesen wenigstens, auch wenn eins davon die falsche Richtung hatte.

Dienstag, 4. Juli 2006

Wackel-Pudel

99% von euch denken jetzt, der alte Horst macht es sich mal wieder einfach und präsentiert hier schlichte Ambrosia auch bekannt als Wackel-Peter - flugs umbenannt in Wackel-Horst oder Wackel-Pudel und fertig ist die neue Kreation.
Falsch gedacht.


Ich präsentiere zwar termingerecht Teil 3 der Nationalmannschafts-Unterstützungs-Nahrung

- der Pudel lebt ja auch nicht vom Pils allein -


aber ich wäre nicht Horst, das Stil-Wunder, hätte ich nicht auch the one and only real
WACKEL-PUDEL !
Und selbst wenn die deutsche Elf schon am Samstag das nächste Mal antreten muss:
Immer schön Lächeln und Nicken!
Euer Wackel-Horst ;-)

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